Praktikumsbericht Luca Asbach

Praktikumsbericht Luca Asbach

Freitag, 28. September 2018

 

Mein Name ist Luca Asbach, ich bin 22 Jahre alt und studiere zurzeit Geschichte und Politikwissenschaften an der Rheinischen Friedrichs-Wilhelms-Universität in Bonn. Meine Studiengänge und mein stetig wachsendes Interesse an der Politik bewegten mich dazu, ein freiwilliges dreiwöchiges Praktikum bei meinem örtlichen CDU-Landtagsabgeordneten Björn Franken zu absolvieren.

Dieser schlug mir vor, das Praktikum im Landtags- statt Wahlkreisbüro zu machen, da ich dort die Möglichkeit hätte, einen weitgreifenderen Eindruck in die Politik zu bekommen und das dortige Tagesgeschäft mitzuerleben.

Ich habe mich als erstes mit den Fach-Ausschüssen beschäftigt und mir die öffentlichen Sitzungen herausgeschrieben, die mich am meisten interessierten und welche ich besuchen wollte. Ich habe mir aus den verschiedensten Bereichen Ausschüsse gesucht und wurde teilweise sehr überrascht: Von einem Ausschuss für Haushaltskontrolle, der bereits nach 15 Minuten beendet war, bis hin zum Ausschuss für Europa und Internationales zu dem Thema „Verkehrsanbindung NRW´s an die Niederlande und Belgien“, in welchem hitzig diskutiert wurde, war alles dabei.

Vor allem die Sondersitzung des Ausschusses Heimat, Kommunales, Bauen und Wohnen zu dem zurzeit sehr aktuellen Thema „Räumung des Hambacher Forst“ war äußerst interessant. Es wurde viel diskutiert und jede Fraktion versuchte mit Elan ihre Meinung zu vertreten. Dies hatte natürlich die ein oder andere hitzige Diskussion zur Folge. Ebenfalls interessant waren die Beratungen in den Expertenanhörungen der Ausschüsse sowie die Sichtweisen und Fragen an die Sachverständigen der Abgeordneten zu dem jeweiligen Thema.  Auch die Teilnahme an der Fraktionssitzung war für mich ein Privileg, da dies ansonsten nur für die Abgeordneten der jeweiligen Parteien möglich ist. Am spannendsten waren für mich die Plenarsitzungen, in denen die Abgeordneten ihre Anträge vorstellten, begründeten und darüber abstimmten.

Ich hatte auch das Glück, am 12. September 2018 einem einmaligen Festakt des Landtages NRW beiwohnen zu dürfen: Der Festveranstaltung zur Verabschiedung des deutschen Steinkohlebergbaus. Diese fand zusammen mit den Abgeordneten des saarländischen Landtags statt. Dort konnte ich sowohl den Landtagspräsidenten André Kuper und als auch den Ministerpräsidenten Armin Laschet aus nächster Nähe sehen. Doch auch andere politische Prominenz war vertreten: Der Ministerpräsident des Saarlandes, Tobias Hans sowie die ehemaligen Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers, Wolfgang Clement und Hannelore Kraft. Diese einmalige Veranstaltung mitzuerleben war äußerst beeindruckend.

Sehr schön war auch, dass die CDU ein Praktikantenprogramm zusammengestellt hat, in dem immer wieder Seminare angeboten werden. An einem Wochenende meines Praktikums fand ein Karrierestyling-Seminar statt, welches mich ziemlich beeindruckt hat. Vom vornehmen Essen bis hin zum richtigen Smalltalk wurden den Teilnehmern die wichtigsten Grundkenntnisse für ein erfolgreiches Berufsleben vermittelt. Und auch nach Beendigung des Praktikums haben die ehemaligen Praktikanten die Möglichkeit, an weiteren Seminaren des Programmes teilzunehmen. Das bietet gute Weiterbildungsmöglichkeiten und die Chance, interessante Kontakte zu knüpfen. Zudem hatte ich die Möglichkeit, das Haus der Parlamentsgeschichte zu besichtigen. Dort wird die Geschichte von der Entstehung des Landtags bis heute sehr lebhaft dargestellt. Besucher lernen die politische Geschichte des Bundeslandes aus einer ganz anderen Perspektive kennen, was mich sehr begeistert hat.

Ein Praktikum bei einem Landtagsabgeordneten ist eine sehr schöne und interessante Erfahrung. Ich denke, dass auch für Menschen, die nicht besonders politikinteressiert oder nicht in einer Partei aktiv sind, ein Praktikum in einem Landtagsbüro die Möglichkeit bietet, sich selber ein Bild darüber zu machen, wie Politik wirklich funktioniert und wie komplex das politische System ist. Man lernt eine ganze Menge über das Bundesland, in dem man lebt. Politik ist in jedem unserer Leben allgegenwärtig – das kann man sich hier wunderbar vor Augen führen und viel für sich mitnehmen.

Letztendlich möchte ich Herrn Franken und seinen Mitarbeitern für die Möglichkeit danken, dass ich im Landtagsbüro ein Praktikum absolvieren durfte. Ich wurde so freundlich aufgenommen. Ich habe mich sehr über das gute Arbeitsklima gefreut und es sehr geschätzt, dass mir jederzeit meine Fragen beantwortet wurden.

Ich kann ein Praktikum dieser Art jedem nur empfehlen.